Ratgeber Verkauf

Welche Kosten entstehen beim Immobilienverkauf?

Wer eine Immobilie verkauft, möchte am Ende wissen, was wirklich übrig bleibt. Neben dem Kaufpreis gibt es einige Kostenpunkte, die man auf dem Schirm haben sollte – manche fallen immer an, andere nur in bestimmten Situationen.

Dieser Ratgeber gibt einen Überblick über die typischen Kostenpunkte für Verkäufer. Konkrete Beträge hängen vom Einzelfall ab und werden hier bewusst nicht genannt.

Maklerprovision

Wenn Sie einen Makler beauftragen, fällt eine Vergütung nur bei erfolgreicher Vermittlung an. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen, die an Verbraucher verkauft werden, gilt seit Ende 2020 eine gesetzliche Regelung: Die Maklerkosten werden zwischen Käufer und Verkäufer geteilt, der Verkäufer darf nicht stärker belastet werden als der Käufer.

Die Höhe und die Aufteilung sollten schriftlich im Maklervertrag stehen. Wir sprechen die Konditionen transparent im ersten Gespräch durch.

Grundschuld löschen und Darlehen ablösen

Besteht noch ein Immobiliendarlehen, wird es beim Verkauf in der Regel aus dem Kaufpreis abgelöst. Die Löschung der Grundschuld im Grundbuch verursacht Notar- und Gerichtskosten. Bei vorzeitiger Ablösung innerhalb der Zinsbindung kann die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen – fragen Sie diese Zahl frühzeitig bei Ihrer Bank an.

Energieausweis und Unterlagen

Ein Energieausweis ist beim Verkauf vorgeschrieben (siehe unseren Ratgeber zum Energieausweis). Dazu kommen Gebühren für Auszüge und Auskünfte, etwa Grundbuchauszug, Flurkarte oder Auskünfte aus dem Baulastenverzeichnis. Bei Eigentumswohnungen fallen teilweise Gebühren für Bescheinigungen der Hausverwaltung an.

Vorbereitung und Präsentation

Kleinreparaturen, Entrümpelung, Reinigung oder Gartenpflege kosten Geld, wirken aber oft stärker als große Modernisierungen. Professionelle Fotos, ein 360°-Rundgang und digitales Homestaging gehören bei uns zum Vermarktungskonzept.

Steuern – bitte mit Steuerberatung klären

Gewinne aus dem Verkauf einer Immobilie können steuerpflichtig sein, wenn zwischen Kauf und Verkauf nur wenige Jahre liegen. Bei selbst genutzten Immobilien gelten unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen. Weil das stark vom Einzelfall abhängt, klären Sie dies bitte vor dem Verkauf mit einer Steuerberatung.

Wer trägt Notar und Grundbuch? Die Kosten für Beurkundung des Kaufvertrags und Eintragung des Käufers trägt üblicherweise der Käufer.

Häufige Fragen

Wer zahlt beim Immobilienverkauf den Notar?

Üblicherweise trägt der Käufer die Kosten für Beurkundung des Kaufvertrags und Grundbucheintragung. Kosten für die Löschung einer Grundschuld trägt in der Regel der Verkäufer. Maßgeblich ist, was im Kaufvertrag steht.

Was ist eine Vorfälligkeitsentschädigung?

Eine Entschädigung, die die Bank verlangen kann, wenn ein Darlehen vor Ablauf der Zinsbindung vorzeitig zurückgezahlt wird. Die Höhe hängt von Restschuld, Zinssatz und Restlaufzeit ab. Fragen Sie sie schriftlich bei Ihrer Bank an.

Muss ich auf den Verkaufsgewinn Steuern zahlen?

Das kommt auf Haltedauer und Nutzung der Immobilie an. Bitte klären Sie das mit einer Steuerberatung. Wir geben dazu keine Steuerberatung.

Sie möchten Ihre Situation persönlich besprechen?

Tragen Sie sich hier ein – wir melden uns bei Ihnen und beantworten Ihre Fragen zum Thema „Welche Kosten entstehen beim Immobilienverkauf?“ konkret für Ihre Immobilie. Kostenlos und unverbindlich.